Chronik der Handballabteilung
1961
Die Spieler der Nachkriegszeit trafen sich im Jahre 1961 wieder. Bei einem Freundschaftsspiel gegen die neugegründete Betriebsmannschaft der Firma Kodak (der man lange Jahre verbunden bleibt) entstand die "Traditionsmannschaft".
Sie spielte bei verschiedenen Anlässen bis ins Jahr 1972.
Zu ihrem Präsidenten wird Richard Würtele gewählt und unter seiner Regie treffen sich die Spieler in regelmäßigen Abständen, und besprechen, als ob es gestern gewesen wäre, die Spiele von damals in Weiler, Schwaikheim, Bönnigheim..... .
Die Handballabteilung nimmt am Festumzug des Musikvereins teil der anläßlich des 75 jährigen Jubiläums stattfindet.
1966
Ist ein weiterer Meilenstein für die Handballabteilung. Mit H.D.Bayer als Abteilungsleiter, O.Bosch als Jugendleiter und der Fam. Wachtler begann ein kontinuierlicher Aufbau der Abteilung. Zum ersten Mal meldete der TV 10 Mannschaften für den laufenden Spielbetrieb. Auch die Erfolge stellten sich nun ein. Der 1.Mannschaft gelang der Aufstieg in die KK 1 im Feld und der Halle.
1967
Die Männermannschaft des TV Stetten nahm an Fronleichnam an einem gut besetzten Kleinfeldturnier in Darmstadt teil. Bei diesem Turnier wurde der Trostpreis gewonnen. Auszug aus der Saarländischen Zeitung: Nicht nur als Trostpflaster gedacht, nein, völlig zurecht erhielt die sympathische junge Mannschaft aus Stetten bei Stuttgart den Fairneßpokal.
Neben dieser lobenswerten Eigenschaft hatten die Schwaben, wie der spätere Umtrunk zeigte, auch die beste Kondition.
Ende der Berichterstattung.
Handballer kamen groß raus
Von einem schier unwahrscheinlichem Aufschwung der Handballabteilung des TV Stetten im vergangenen Jahr konnte Abteilungsleiter Hans-Dieter Bayer jetzt in der Jahreshauptversammlung berichten. Vor zwölf Monaten, so Bayer, habe man lediglich eine AH-Mannschaft für die Sommerrunde gemeldet. Dank des unermüdlichen Einsatzes des neuformierten Ausschusses sei es dann aber Schritt für Schritt vorwärtsgegangen. So konnten zu den Hallenmeisterschaften sechs Mannschaften gemeldet werden.
Mit Werner Medinger wurde ein Jugendleiter gefunden, der in Zusammenarbeit mit der Schule eine B- und eine C-Jugend aufbauen konnte. Durch intensive Werbung gelang es, für die Feldrunde noch eine erste Mannschaft nachzumelden. Nach dem Wegzug von Trainer Rehbein übernahm Otto Bosch das Training der Aktiven und Jugendlichen, was sich in einer baldigen Leistungssteigerung auswirkte. Auf Anregung einiger Schülerinnen des 9.Schuljahres und die Fürsprache ihres Klassenlehrers wurde schließlich eine Frauenmannschaft gegründet, deren Betreuung Günter Weber und Hans Bayer übernahmen. So konnten zu den Hallenmeisterschaften sechs Mannschaften gemeldet werden.
Außer den Pflichtspielen nahm die erste Mannschaft an sieben Freundschaftsturnieren teil. Höhepunkt des Spieljahres war für die Aktiven wieder das traditionelle Herbstturnier nach Hallenart des TV Stetten, das nun schon zum sechstenmal vom TSV Schmiden gewonnen wurde. Dieses Turnier um den Wanderpokal der Gemeinde Stetten soll ab 1968 landesoffen ausgeschrieben werden. Das ständig steigende Interesse aller Mitglieder am Spielgeschehen der Abteilung bewies der letzte Hallenspieltag in Bettringen, als ein Omnibus eingesetzt werden mußte. Aus Dankbarkeit für das durch Einsatzfreude und Kameradschaft bedingte Aufblühen der Abteilung stiftete ein aktives Mitglied, das namentlich nicht erwähnt werden will, einen neuen Dress für die erste Mannschaft. Abschluß und Krönung des Spieljahres 1967/68 wird am 16.März in der Turnhalle ein großer Kameradschaftsabend sein.
Jugendleiter Medinger bat, ihm noch einen Mannschaftsbetreuer zur Verfügung zu stellen, damit die für den Bestand der Abteilung so wichtige Jugendarbeit optimal gewährleistet ist. Der Ausschuß will dieser Bitte entsprechen.
Frauen- und Mädelwart Weber hat gegenwärtig 22 Spielerinnen die leider stets im Freien trainieren mußten, da der Verein bisher noch keine Übungsstunde in der Halle ermöglichen konnte. Er bat dringend um Abhilfe. Zwei Mädchen wurden in die Kreisauswahl berufen, die am Wochenende bei de Endspielen um den Württembergischen Kreispokal in Ulm nach einer knappen 1:2 Niederlage nach Verlängerung gegen den Kreis Ulm den zweiten Platz belegte.
Über die größten sportlichen Erfolge der Abteilung konnte der Mannschaftsführer der Alten Herren, Gerhard Klenk, berichten. Die AH nahm an Kleinfeldturnieren in Herrenberg, Unterhaussen, Schorndorf, Sulzbach und Wasseralfingen teil. Sie führte erstmals in Stetten ein großes AH-Turnier durch, an dem sich 20 Mannschaften von Mannheim bis Wangen im Allgäu beteiligten. In der Sommermeisterschaft, die auch einen Spieltag in Stetten sah, verfehlte man nur des schlechteren Torverhältnisses wegen den Einzug in die Endrunde der letzten Vier, die ebenfalls in Stetten ausgetragen wurde. Dafür gelang bei den Hallenspielen der große Wurf, als die dritte Kreismeisterschaft errungen werden konnte.
Franz Miller dankte dem gesamten Ausschuß und dem Trainer für die gute Arbeit. Die Entlastung wurde einstimmig gewährt.
Die abschließenden Wahlen ergaben folgende Zusammensetzung des Ausschusses für das Spieljahr1968/69:
Abteilungsleiter und Schriftführer: Hans-Dieter Bayer; Stellvertretender Abteilungsleiter: Otto Bosch; Jugendleiter: Werner Medinger; Mädel- und Frauenwart: Günter Weber; Schriftführerin der Mädel und Frauen: Sonja Mutschler; Beisitzer: Gerhard Klenk, Heini Eißele, Hans Herter, Rudolf Eißele und Konrad Bellon; Gerätewart: Rudolf Eißele; Platzkassier: Siegfried Medinger; Pressewart: Franz Miller.
Im Vorstand des Handballkreises wirken die Stettener Fritz Braun als Schriftführer und Hans-Dieter Bayer als Staffelleiter der Kreisklasse 1 mit.
1968
Februar 1968
Zum dritten Mal Stettens AH Meister
TV-Schlußmann beim Sieg über Endspielpartner Weiler "Held in der Schlacht"
Überraschend gewannen die "Alten Herren" vom TV Stetten in Bettringen ihre dritte Kreismeisterschaft im Hallenhandball.
In einer begeisternden Begegnung, die von vielen als vorweggenommenes Endspiel bezeichnet wurde, besiegten sie den TV Bittenfeld mit 7:5 Toren und erreichten damit das Endspiel. Die Bittenfelder hatten Stetten wohl etwas unterschätzt. Denn nach einem schnellen 0:3 Rückstand sah man bei ihnen noch lächelnde Mienen, die etwa besagen sollten: "Dieser kleine Ausrutscher wird schnell wettgemacht sein". Als Stetten jedoch auf 4:0 erhöht hatte, verging den "Blauweißen" das Lächeln endgültig. Sie gaben sich einen Ruck und kamen auch auf 3:4 heran. Doch Stetten kämpfte nun energisch um seine Siegeschance und hatte am Ende verdient die Nase vorn.
In der anderen Endrundengruppe setzte sich Weiler mit Siegen gegen Hohenacker und Großheppach durch und führte auch im Endspiel gegen Stetten mit 2:0. Aber jetzt kam die große Zeit von zwei gelbblauen Spielern. Einmal überwand Gerhard Klenk durch vier aufeinanderfolgende Tore die kampfstarke Weiler Abwehr, und zum anderen hielt Torwart Pfizenmaier die tollsten Schüsse, darunter beim Stand von 3:2 einen Siebenmeter. Zuletzt vergab Klenk sogar noch einen Strafwurf. Aber Sieg und Meisterschaft war den Stettenern nicht mehr zu nehmen, die nach dem Schlußpfiff jubelnd ihren Torwart vom Spielfeld trugen.
Im Februar fand die Kreisversammlung in der Stettener Sporthalle statt. Unter den Gästen konnte der Kreisvorsitzende Leonhard Mack den Bürgermeister der Gemeinde Stetten sowie den Präsident des Handballverband Württemberg Paul Kenner begrüßen.
Unter anderem wurde die AH Mannschaft des TV Stetten als Meister geehrt.
In den Kreisvorstand wurde aus Stettener Sicht Hans-Dieter Bayer als Staffelleiter der Kreisliga 1, Fritz Braun als Schriftführer und Lore Wachter als Frauen- und Mädelwart gewählt.
WN-Zeitung Februar 1968
März 1968
Kameradschaft ganz groß
Stettener Handballer verbrachten stimmungsvolle Stunden
Viele alte und junge Mitglieder, Freunde und Gönner waren dem Ruf der Handballabteilung zum Kameradschaftsabend gefolgt. In der sauber geschmückten Vereinsturnhalle konnte Abteilungsleiter
Hans-Dieter Bayer etwa 150 Personen begrüßen, darunter den Vereinsvorsitzenden, Jakob Häberle.
Der Abteilungsausschuß habe versucht, so sagte Bayer, alle ausfindig zu machen, die seit der Gründung der Abteilung im Jahr 1929 einmal Handball gespielt haben, um sie zu diesem Abend einzuladen. Er bat die Anwesenden, sich im Verlauf der nächsten Stunden an die alten Freunde zu erinnern, die man trotz starker Bemühungen noch vergessen habe, damit im kommenden Jahr bei 40jährigen Jubiläum die Einladungsliste so vollständig wie möglich ist.
Fürs leibliche Wohl gab es wohlschmeckende, zarte Hirschkeule mit Spätzle und Ackersalat, und so manches gute Viertele trug zu einer angeregten Unterhaltung bei. Den musikalischen Rahmen des Abends gestalteten das Doppelquartett des Gesangvereins "Frohsinn" unter der Leitung von Manfred Strauß und die Tanzkapelle Herbert Eccardt, die für ihr abwechslungsreiches Musizieren immer wieder reichlich Beifall fanden.
Der Abteilungsleiter dankte allen, die zum Gelingen des Abendds beigetragen hatten. Sein besonderer Dank galt den Ehefrauen der Spieler, die oft auf die häusliche Anwesenheit ihrer Männer verzichten müssen. Als Zeichen der Anerkennung lies er den Frauen einiger besonders Aktiver einen Strauß roter Rosen überreichen.
WN-Zeitung 21.März 1968
Von der roten Laterne hat man genug
Stettens Handballer bereiten sich gewissenhaft vor / Viel Optimismus
Die Stettener Handballer bereiten sich in diesem Jahr gewissenhaft auf die Feldpflichtspiele in der
Kreisliga II vor. Die Mannschaft ist fest gewillt, den letzten Platz,den sie in den vergangenen Jahren abonniert hatte, diesmal anderen zu überlassen.
Das erste Vorbereitungsspiel wurde beim Kreisklassenverein TV Sulzbach/Murr ausgetragen und mit 10:5 Toren (Halbzeit 3:3) gewonnen. Dann stellten sich die Blau-Gelben eine schwere Aufgabe und luden den Bezirksklassenvertreter TV Wernau ein, dem man sich mit 13:23 (9:13) beugen mußte. Zuletzt stellte sich mit dem VfL Grunbach eine weitere Mannschaft aus der Bezirksklasse in Stetten vor. Auch hier mußten die Einheimischen die Überlegenheit des zwei Klassen höher spielenden Gegners anerkennen und sich mit 9:19 (4:7) geschlagen geben. Das Vorspiel bestritten die Alten Herren aus Stetten gegen die Grunbacher Reserve, wobei die AH knapp mit 8:11 (4:5) den kürzeren zog.
Am kommenden Sonntag wird es nun ernst. Um 10.30 Uhr kreuzt mit dem TSV Großheppach gleich der Absteiger aus der Kreisliga I in Stetten auf. Gewiß keine leichte Aufgabe, aber ein guter Test dafür, ob das Vorhaben, in dieser Saison besser abzuschneiden, Aussicht auf Erfolg hat.
WN-Zeitung März 1968
Seine verbesserte Form gegenüber der letzten Saison stellte der TV Stetten gleich im ersten Spiel gegen den Absteiger TSV Großheppach unter Beweis, denn mit 11:9 Toren holte er in Großheppach beide Punkte.
WN-Zeitung März 1968
Mai 1968
Stettens Handball-AH im Allgäu
Bei einem Turnier in Wangen waren drei Kreismeister unter sich
Die Alten Herren der Handballabteilung Stetten unternahmen kürzlich einen zweitägigen Ausflug nach Wangen im Allgäu, um dort an einem kleinen AH-Turnier teilzunehmen. Herrliches Wetter und in der letzten Phase ein selten klares Alpenpanorama begleiteten die Anreise.
Die Spiele in der großen Wangener Sporthalle selbst dauerten zweimal fünfzehn Minuten und brachten ausgezeichneten Handballsport, trafen hier doch drei AH-Kreismeister aufeinander. Stetten trat zuerst gegen Wangen an und verlor klar mit 3:8 Toren. Anschließend trennten sich Wangen und Oßweil 8:8 unentschieden. In der letzten begegnung konnte sich Stetten erheblich steigern und unterlag nach dramatischem Spielverlauf gegen die Ludwigsburger Vorstäder knapp mit 8:9.
Am Abend trafen sich die Mannschaften zu einem gemütlichen Beisammensein mit Musik, Tanz und froher Unterhaltung, wobei freundschaftliche Geschenke ausgetauscht und neue Kontakte angebahnt wurden.
WN-Zeitung Mai 1968
Juni 1968
Mettingens AH war die Beste
Sie gewann gut besetztes Stettener Turnier / Veranstalter kam bis ins Endspiel
Am Wochenende veranstaltete der TV Stetten sein 2.AH-Handballturnier, das auch diesmal wieder äußerst gut besetzt war. Dabei konnte die Mannschaft des Veranstalters bis ins Endspiel vordringen, wo sie dann allerdings dem TV Mettingen mit 3:6 unterlag.
Die Spiele der Gruppe 1 wurden am späten Samstagnachmittag abgewickelt. Hierbei schnitt der gastgebende Kreismeister Stetten bemerkenswert schlecht ab. Gegen den TSV Alfdorf mit 2:8 und den TSV Reusten mit 2:6 Toren waren hohe Niederlagen fällig. Lediglich der TV Sulzbach/Murr konnte 6:0 bezwungen werden. Da aber Reusten und Alfdorf, die beiden Gruppenersten, auf eine weitere Teilnahme am Sonntag verzichteten, kam Stetten trotzdem in die Zwischenrunde.
Für diese hatten sich aus der Gruppe 2 TV Mettingen und TSV Großheppach, aus Gruppe 3
Union Böckingen und TSV 07 Stuttgart und aus der Gruppe 4 TSB Heidenheim und SKV Eglosheim qualifizieren.
In der Zwischenrunde am Sonntagnachmittag ging es nach dem K.o. System weiter. Hier besann sich der TV Stetten auf sein wahres Können und warf durch eine geschlossene Mannschaftsleistung den TSV Großheppach mit 3:1 aus dem Rennen. Heidenheim schaltete Union Böckingen mit 7:4 aus und Mettingen setzte sich gegen TSV 07 Stuttgart mit 5:2 durch.
Das Halbfinale brachte eine weitere Steigerung der Einheimischen, die durch konzentriertes Spiel Heidenheim 3:1 besiegen konnten und damit das Endspiel erreichten, was auch dem TV Mettingen durch ein knappes 6:5 über Eglosheim gelang.
Im Spiel um den dritten Platz hatte Eglosheim die größeren Reserven und gewann gegen Heidenheim überraschend leicht mit 6:3 Toren.
Das sehr fair ausgetragene Endspiel sah eine gut aufgelegte Mettinger Mannschaft, die nach einer schnellen 2:0 Führung die etwas resignierende Stettener klar beherrschte und sich mit 6:3 Toren verdient den Turniersieg und damit den Pokal des TV Stetten holte.
WN-Zeitung 11.Juni 1968
Oktober 1968
Welzheim entthront Pokalverteidiger Schmiden
22 Mannschaften beim 12. Stettener Handballturnier / Beutelsbach auf Platz drei
Am Samstagnachmittag meinte es der Wettergott gar nicht gut mit den Stettener Handballern. Dauerregen erschwerte den Auftakt des 12.Herbstturniers ganz erheblich. Trotzdem wurden die angesetzten Spiele der Gruppen 1 und 2 planmäßig abgewickelt und mit dem TSV Schmiden, der den VfR Heilbronn in der Zwischenrunde mit 6:2 Toren ausschaltete, bereits einer der vier Endrundenteilnehmer ermittelt. Welzheim gewann dieses interessante Turnier durch einen Sieg im Entscheidungsspiel gegen Pokalverteidiger Schmiden.
Glücklicherweise machte der Sonntag seinem Namen Ehre, so daß das Turnier mit einem kleinen Schönheitsfehler fortgesetzt werden konnte: dem TV Weiler und dem TB Stuttgart war der Spielplatz zu dreckig. Sie fuhren kurzerhand wieder ab.
Die anderen 22 Mannschaften brauchten ihr Weiterspielen jedoch nicht zu bereuen, da sich die Platzverhältnisse zusehends besserten. Aus sechs Vorrundengruppen schälten sich am Sonntagmorgen zwölf Vereine für die Zwischenrunde heraus. Darunter war auch der TV Stetten, der allerdings gleich in der ersten Zwischenrunde vom späteren Turniersieger Welzheim mit 2:4 aus dem Rennen geworfen wurde.
Für die Endrunde qualifizierten sich schließlich durch klare Siege Beutelsbach gegen Korb, Neckartenzlingen gegen die zweite Mannschaft des SV Heslach und Welzheim gegen Hohenacker.
Die Endrunde selbst begann mit dem besten Spiel des Tages. Beutelsbach und Neckartenzlingen lieferten sich eine schnelle und mitreißende Partie, die die zahlreichen Zuschauer unter ihnen auch Bürgermeister Jäckle, begeisterte. Etwas unglücklich unterlagen die Remstäler mit 4:6. Danach hatte Schmiden alle Mühe, den vermeintlichen Außenseiter Welzheim mit 3:2 knapp zu schlagen.
Wieviel Kraft das erste Endrundenspiel gekostet hatte, wurde deutlich, als die Favoriten, Beutelsbach gegen Welzheim3.4 und Neckartenzlingen gegen Schmiden 2:3, ihre nächsten Begegnungen verloren. Im vorletzten Spiel der Endrunde schien das Rennen gelaufen zu sein, als Schmiden gegen Beutelsbach schnell zwei Tore Vorsprung herausschoß. Doch mit Kraft und Schwung rissen die Beutelsbacher das Ruder nochmals herum und siegten mit 4:2. Schließlich überfuhr Welzheim das ausgelaugte und resignierende Neckartenzlingen mit 7:1 Toren.
Nach Abschluß der Endrunde waren also Schmiden und Welzheim punktgleich und mußten ein Entscheidungsspiel um den Turniersieg austragen. Hier zeigte Welzheim das bessere Stehvermögen, und gewann verdient 2:1 und durfte erstmals den Wanderpokal der Gemeinde Stetten mit nach Hause nehmen.
Der bisherige Abonnentenmeister Schmiden schaffte in diesem großen Starterfeld diesmal immerhin den zweiten Platz, während sich Beutelsbach und Neckartenzlingen den dritten Rang teilten.
WN Zeitung Okt. 1968
1969
März 1969
Stettener Handballer sehr aktiv
Die älteren spielten 33mal, die Jugend 86mal
Abteilungsleiter Hans-Dieter Bayer konnte in der Hauptversammlung der Stettener Handballabteilung 40 Mitglieder begrüßen, darunter den Vereinsvorsitzenden Jakob Häberle. Aus seinem Bericht ging hervor, daß ein Nahziel im abgelaufenen Jahr geschafft wurde, nämlich in der Feldrunde nicht wieder den letzten Platz zu belegen: diesmal war es der dritt letzte. Dafür wurde in der Halle beinahe, aber leider nur beinahe, der Aufstieg in die 2.Division erreicht. Die Aktiven brachten es auf 33 Spiele, während die Jugendmannschaften insgesamt 86 Begegnungen austrugen. Erfreulich, daß für die kommende Saison fünf Jugendmannschaften gemeldet werden können.
Damit ist der Grundstein für künftige Erfolge gelegt. Besonderer Dank wurde Jugendleiter Otto Bosch gesagt.
Die Alten Herren konnten ihren Kreismeistertitel nicht verteidigen. Dagegen ging es bei den Mädchen, wo die zielstrebige Bemühungen von Lore und Fritz Wachtler sich auswirken, weiter aufwärts. Auch hier ist mit der kürzlich gegründeten Schülerinnenmannschaft für Nachwuchs gesorgt.
Das große Problem der Abteilung bilden die mangelnden Trainingsmöglichkeiten. Ein Übungsabend ist für zehn Mannschaften einfach viel zu wenig. Erfreulicherweise zeichnet sich ein Lichtblick ab: Ende des Jahres wird die neue Schule fertig und damit auch die Schulturnhalle, so daß es Luft geben wird. Auch wird bei der neuen Schule ein Spielplatz angelegt, der sich zum Handballspiel eignet.
Hans-Dieter Bayer erwähnte besonders das Lob des Kreisvorsitzenden für die zahlreichen Turniere, die Stetten ausgerichtet hat. Auch der letztjährige Kamerradschaftsabend, von 140 Personen besucht, war ein großer Erfolg und gleichzeitig die Generalprobe für die Handball-Werbewoche, die vom 31.Mai bis 8.Juni 1969 anläßlich des 40jährigen Bestehen der Handballabteilung über die Bühne gehen wird.
Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Abteilungsleiter: Hans-Dieter Bayer, Stellvertreter: Franz Miller, Jugendleiter: Otto Bosch, Mädchen und Frauenwart: Lore Wachtler, Beisitzer: Rudolf Eißele, Hans-Joachim Herter, Heini Eißele, Karl Beck und Günter Weber.
Die Übungsleitung für die Aktiven und die A-Jugendlichen hat im Januar Karl-Heinz Wernert aus Großheppach übernommen.
WN Zeitung im März 1969
Auch Nichtsportler spielen mit
Handballwoche in Stetten - Abteilungen tatkräftig aufgebaut
Mit Handballtagen vom 31.Mai bis 8.Juni feiert die Handballabteilung des TV Stetten ihr 40jähriges Jubiläum. Eine Woche lang wird der Remstal – Weinort im Zeichen dieser Sportart stehen. Auf dem Programm stehen zahlreiche interessante Spiele, deren Höhepunkt am 4.Juni um 19.00 Uhr das Spiel SV Möhringen gegen VfL Waiblingen ist. Was am Samstag 31.Mai, um 15 Uhr mit einem Turnier für Alte Herren Mannschaften um den Pokal des TV Stetten beginnt, endet am Samstag, 7.Juni, um 20 Uhr mit einer Siegerehrung im Rahmen des Festabends in der Turnhalle und am darauffolgenden Sonntag mit Freundschaftstreffen und Turnier für Frauenmannschaften.
Gemeindeverwaltung, Feuerwehr, Gesangsvereine – sie alle lassen sich in diesen Jubiläumstagen vor den Handballsportlichen Wagen spannen. Am Freitag, 6.Juni, spielt der Gesangverein "Frohsinn" gegen die Freiwillige Feuerwehr, und die Schützengilde gegen die Gemeindeverwaltung. Schon am Dienstag, 3.Juni, tritt die Feuerwehr gegen das Handharmonikaorchester an, und die Gemeindeverwaltung gegen den Musikverein.
Die Mannschaft des HHO gewann das erste Stettener Vereinsturnier
Zahlreich vertreten ist auch die Handballjugend bei den Spielen.
Die Handballtage, die auch als Werbewoche für diesen Sport gedacht sind, sind für den TV und seine Jubiläumsabteilung ein Grund zur Freude. In den letzten Jahren hatte die Abteilung mit gr0ßen Schwierigkeiten zu kämpfen, bei der auch ihre Existenz mehrmals auf dem Spiel stand. "Doch immer wieder haben sich Männer gefunden, die die Schwierigkeiten örtlicher Natur, von Spielermangel und Sportplatzsorgen überbrückten", schreibt der Verbandsvorsitzende des Handballverbands Württemberg, Paul Kenner, in seinem Grußwort in der Festschrift. "Nachdem vor wenigen Jahren erneut hart um den Bestand der Abteilung gerungen wurde und nur noch eine Mannschaft spielte, war" - so Kenner – "kaum vorauszusehen, daß zum Jubiläumsjahr wieder neun Mannschaften im Spielbetrieb stehen würden."
Und Vorsitzender Leonhard Mack vom Handballkreis Rems meint in seinem Grußwort: "Viele Opfer, Aktivität, Verantwortungsbewußtsein und Kameradschaftsgeist waren während der letzten Jahre notwendig, um eine breite und zielstrebige Jugend- und Aufbauarbeit zu leisten.
Ohne Zweifel ein großer Verdienst des umsichtigen, rührigen und tatkräftigen Abteilungsleiters Hans-Dieter Bayer."
Hans-Dieter Bayer selbst gibt der Handballwoche folgende aufmunternde Worte mit auf den Weg: "Wir wollen die Popularität des Handballsports in Stetten und darüber hinaus fördern." Um auch Nichtsporttreibenden die Möglichkeit zu geben, sich selbst einmal in Aktion zu sehen, wurde eine Stettener Vereinsmeisterschaft im "Kleinfeldhandball" ausgeschrieben, zu der alle Stettener Vereine eingeladen wurden, und die ein sehr großes Echo gefunden hat. Natürlich – so fährt Bayer fort – "dürfen wir die Handballspiele der Jugend nicht vergessen, denn gerade diese Mädchen und Jungen sind es, die wir mit unserer Handballwoche zu begeistern versuchen."
WN Zeitung Mai 1969
Ein Jahr später nahmen 14 Mannschaften, soviel wie nie zuvor, am aktiven Spielgeschehen teil. Nach dem Abstieg der 1.Mannschaft schaffte diese wiederum ungeschlagen den Wiederaufstieg.
Den größten Erfolg erzielten die Kleinsten; die M.E-Jugend holte den Kreismeistertitel nach Stetten.